Soleá / Soleá por Bulería 

Die Soleá wird auch die Mutter oder die Königin des Flamenco bezeichnet. "Soledad" bedeutet auf spanisch Einsamkeit. Der Gesang ist von einer sehnsuchtsvollen Melancholie erfüllt, traurig und voll von Seelentiefe. Er ist weicher als der Cante por Seguiriya. Bezeichnenderweise war eine Frau "La Andonda" die erste bekannte Interpretin der Soleá. Der Ursprung der Soleares liegt in Triana, dem Zigeunerviertel in Sevilla. Dort dürften sie im ersten Drittel des 19 Jahrhunderts erstanden sein. Soleá wird oft durch den Wechsel in die Bulería zu einem sehr dynamischen Ende gesteigert. Dieser Palo ist der erste Cante jondo, der im Flamenco von Anfang an getanzt wurde. Bis heute bedeutet Soleá ein Höhepunkt des Flamenco, verbindet die Erdenschwere des Alltags mit erhabener Harmonie und Schönheit. Oft wird die Soleá mit Bata de Cola (Schleppenrock) getanzt. 

 

Soleá hat 12er-Compás (Rhythmus):

1 - 2 - '3 - 4 - 5 - '6 - 7 - '8 - 9 - '10 - 11 - '12

 

Soleá por Bulería ist die Schwester der Soleá und wird in einem schnelleren Rhythmus gespielt. Charakteristisch an ihrem Compás ist eine Pause auf der 6 und die Betonung von dem 7.und 8.Takt. Gesungen werden Soleá - Strophen, die dann knapper, nicht so langgezogen und mit weniger Melismen interpretiert werden. Der ursprünglich nicht für Tanz gedachte Stil hat sich zu einem Lieblingsstück der Tänzer entwickelt. In der Soleá por Bulería können Sie die Tiefe der Soleá mit den rhythmischen Möglichkeiten von Alegrías verbinden. 

 

Soleá por Bulería hat 12er-Compás (Rhythmus):

1 - 2 - '3 - 4 - 5 - 6 - '7 - '8 - 9 - '10 - 11 - '12

 

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